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Neugeborenen-Überhosen: Blueberry Capri, Milovia und Rumparooz

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DSC_7192Wenn man sich fragt, ob es sich eigentlich lohnt, Neugeborenenwindeln anzuschaffen, dann steht beim Pro und Contra eine gute Passform hohen Investitionskosten gegenüber. Ich habe mich beim ersten Kind ja gegen die Passform bzw. für eine moderate Geldinvestition entschieden und gleich mit mitwachsenden Windeln angefangen. Damals (huch, wie das klingt…) gab es allerdings auch noch nicht die große Bandbreite an Neugeborenenwindeln. Jetzt beim zweiten Kind habe ich es mit der DSC_6722Passform probiert und bin mittlerweile zu dem Entschluss gekommen, dass die Passform siegt. Es ist einfach komfortabler mit so einer kleinen Windel zu wickeln und sich keine Gedanken über überstehende Enden, dicke Hintern oder Faltwülste zu machen.

Wer aber nicht die Möglichkeit hat, doppelt zu investieren, dem rate ich zumindest zu Neugeborenen-Überhosen. Die sind nicht so kostenintensiv, können ganz individuell bestückt und – wenn ausnahmsweise mal kein Stuhlgang daneben gegangen ist – vor der nächsten Wäsche mehrfach verwendet werden. Und zumindest meinem Sohn passen sie mit 2,5 Monaten bzw. knapp 6kg immer noch, während er aus den AIOs und Pockets bereits herausgewachsen ist.

Blueberry Capri
Blueberry Capri
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Rumparooz
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Milovia

Im Test hatte ich unter anderem Blueberry Capri und Rumparooz Überhosen, jeweils in Größe 1 und zur Verfügung gestellt von Stoffywelt, sowie eine Milovia Newborn Überhose, zur Verfügung gestellt von Hug & Grow. Alle drei sind in der Leibhöhe verstellbar – Capri und Rumparooz zweifach und Milovia einfach. Ansonsten sind die drei Modelle einfach kleinere Versionen ihrer größeren Schwestern oder Brüdern: Capri und Rumparooz mit doppelten Beinbündchen; Milovia einfach. Letztere ist dadurch auch breiter im Schritt. Das Material gleicht sich natürlich auch. Rumparooz und Milovia sind aus einem sehr weichen PUL-beschichteten Polyester; die Capri ist derweil etwas steifer vom Material her. Dafür hat die Rumparooz einen recht starren und dicken Saum. Vorne hat sie die typische Gummiraffung in der Mitte, die ich sehr praktisch für dickere Füllungen bzw. Höschenwindeln finde, da damit nichts absteht. Capri und Milovia haben die typischen Prefold-Laschen. Die von Milovia sind mit Fleece gefüttert und haben hinten einen Gummizug, um die Einlagen am Platz zu halten. Außerdem hat Milovia im Gegensatz zu den anderen beiden (Rumparooz gibt es auch mit Snaps, bzw. Capri mit Klett) nur eine Snapreihe zum Verschließen.

Rein technisch gesehen sind es also eher Feinheiten, die die drei voneinander unterscheiden. Und dennoch habe ich gemerkt, dass sich innerhalb der letzten 2,5 Monate eine Art Ranking entwickelt hat. Deswegen gehe ich jetzt mal der Reihe nach vor.

Milovia

Was mir an der Milovia gerade für Neugeborene besonders gut gefällt, ist die sehr weiche Haptik. Sie fühlt sich einfach genau richtig an für so ein zartes Baby. Dazu trägt insbesondere die Fleeceinnenseite und das weiche Beinbündchen bei. Sie lässt sich gut mit allerlei bestücken. Ich verwende meist XKKO oder GroVia Prefolds in Newborngröße. Aber auch Einlagen von Little Lamb in Größe 1 gehen gut.

Allerdings ist die Milovia insgesamt etwas großzügiger geschnitten bzw. lässt sie sich nur um eine Snaphöhe kleiner stellen, weshalb sie wahrscheinlich nicht für ganz zarte Babys geeignet ist. Unser Sohn kam mit 4kg auf die Welt, da hat sie schon gut, aber merklich großzügiger gepasst als die anderen beiden. Jetzt mit ca. 6kg passt sie wunderbar. Die Taille ist allerdings schon auf größter Einstellung. Also, allzu lange wird es nicht mehr gehen. Dafür ist allerdings auch schon der Übergang zur Onesize-Überhose geschaffen. Diese ist in der kleinsten Einstellung in etwa so groß wie die Newborn in der größten und lässt sich prima in Kombination mit Höschenwindeln einsetzen.

Leider habe ich keine Tragefotos mit der Newborn. Die gibt es ein anderes Mal.

Blueberry Capri

Die Capri sieht einfach knuffig aus mit ihren schönen Mustern und dem passend abgestimmten Saum. Deswegen und wegen der Prefoldlaschen ist sie wahrscheinlich auch so beliebt. Ich muss gestehen, bei meiner Tochter hatte ich im direkten Vergleich die Rumparooz der Capri vorgezogen. Aber hier finde ich sie einen Tick besser. Das liegt meines Erachtens am vergleichsweise weicheren und dünneren Saum.

Bei der Capri haben wir die kleinste Einstellung ausgelassen. Der Kleine wurde gleich ab der mittleren Einstellung gewickelt. Die Capri ist also auf jeden Fall auch etwas für zartere Babys.

Auf den Tragefotos ist unser Sohn 1,5 Monate alt:

Rumparooz

Nun habe ich es schon bei der Capri vorweggenommen. Was die Rumparooz an diese Stelle verfrachtet, ist der feste Saum. Ich finde ihn bei größeren Kindern nicht schlimm; im Gegenteil, er hält die Windel an Ort und Stelle. Aber bei der zarten Haut eines Neugeborenen finde ich ihn sehr steif. Auch sind die Stellen, an denen der Gummizug gestrafft ist, sehr stramm. Alles in allem hinterlässt die Rumparooz sichtbare Abdrücke, wirklich schlimm sind sie jedoch nicht. Die Rumparooz hat keine Laschen, aber ich finde, man kann Prefolds genauso gut dort einlegen, ohne dass sie verrutschen. Die Gummibündchen vorne und hinten helfen dabei.

Größentechnisch ist die Rumparooz mit der Capri identisch, so dass wir auch hier die kleinste Einstellung ausgelassen haben. Der Klett ist sehr hochwertig; über eine Langzeitnutzung kann ich natürlich nichts sagen. Den vorderen Klettstreifen finde ich allerdings ziemlich steif, und dadurch, dass die Überhose schnittbedingt schon eine bestimmte Form annimmt, wellt sich der Streifen recht stark. Das macht es beim Anlegen etwas schwierig, den Klett gleich an der richtigen Stelle zu schließen. Dafür geht dies natürlich passgenauer als bei Snaps, was bei so einem kleinen Wesen nicht zu verachten ist.

Auf den Tragefotos ist unser Sohn 2,5 Wochen alt:

Fazit

Es ist wirklich ein Vergleich auf hohem Niveau. Die drei Modelle sind hochwertig verarbeitet und lassen sich prima wickeln. Dicht halten sie natürlich auch alle. Preislich sieht es so aus:

  • Milovia: ca. 16,95€-19,95€
  • Blueberry Capri: ca. 16,90€-17,90€
  • Rumparooz: ca. 10,95€-11,50€

Die Überhosen gibt es natürlich bei

hugandgrow-logo

und

 

aber auch unter anderem in folgenden Shops:

3 Gedanken zu „Neugeborenen-Überhosen: Blueberry Capri, Milovia und Rumparooz“

  1. Hallo Thu, könntest du mir einen Tipp geben, ob sich Neugeborenenwindeln bei uns sich noch lohnen. Also wir haben unsere erste Tochter mir SToffwindeln erst mit 9 Monaten gewickelt und haben von daher keine Neugeborenenwindeln.

    Brauchen wir für die ersten Wochen und Monate tatäschlich alles auf Neugeborene abgestimmtes zubehör oder komme ich mit meinen Mitwachsenen Windeln und Einlagen die wir schon haben weiter?

    Was hast du für die Nacht benutzt. DAmit habe ich schon bei der Großen nciht ganz ein glückliches händchen gehabt. Ich würde sehr gerne gleich von Anfang an mit Stoff wickeln aber weiß nun wirklich nicht so recht wie ich vorgehen soll. in deinen Beiträgen hab ich gelesen, dass du deinen Sohn mit 4 Kilo schon gut die zweite Größe angeziehen konntest.. sollten wir mal abwarten und dann nach der GEburt etwas bestellen? Wie bist du vorgegangen? Was war beim zweiten Kin d für dich wichtig?

    Vielen Dank für deine Antwort und viele Grüße

    I.

    1. Hallo Irena,

      ich würde mir nach meiner Erfahrung noch Neugeborenenwindeln zulegen. Die passen einfach enorm viel besser als mitwachsende und machen den finanziellen Mehraufwand durch mehr Freude am Wickeln wett. Wenn Du nicht allzu viel ausgeben möchtest, tun es ja auch gute NG-Überhosen wie die, die ich vorgestellt habe. Die passen auch bis ca. 4-6 Monate, von daher ist es nicht so schlimm, wenn das Baby properer ist als gedacht. Bei zarteren Babys machen NG-Windeln ja sowieso Sinn. Neugeborenenwindeln wirst Du gut wieder los :-)

      Nachts habe ich Little Lamb Höschenwindeln verwendet, als mein Sohn nachts nicht mehr groß machte. Ich fand aber auch die Anavy-Höschenwindeln toll. Seitdem er sechs Monate alt ist, nehme ich hauptsächlich Flip Prefolds. Die finde ich schlanker als Höschenwindeln und saugen bei uns ausreichend gut.

      Viele Grüße
      Thu

  2. Danke für diesen tollen Artikel, der hilft mir bei der Suche nach unserem Stoffwindel-System wirklich weiter.
    Eine Frage zu Capri und Rumparooz. Die Rumparooz gehen ja bereits ab 2,5 kg los und die Capri erst ab 3 kg, richtig? Da ich ja nicht weiß mit was für einem Gewicht unser Kind auf die Welt kommen wird, bin ich mir da sehr unsicher. Mich überzeugen deine Argumente für die Capris, allerdings hätte ich Bedenken, ob sie dann gleich nach der Geburt passen. Kannst du mir einen Rat geben?

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