Schlagwort-Archiv: Totsbots

Neugeborenenwindeln im Vergleich

Ich habe euch ja in einem anderen Beitrag mal erzählt, dass ich mit Stephanie von der Windelmanufaktur über den Verleih von Neugeborenenwindeln nachdenke. Naja, beim Nachdenken ist es nicht geblieben. Wir haben uns in de letzten Wochen einige verschiedenen Marken und Modelle angeschafft, um zu schauen, was es so alles auf dem Markt gibt. Hier stelle ich euch sechs verschiedene Modelle vor. Einige davon gibt es nur einzeln in Gemischtpaketen, andere (BumGenius und Teenyfits) gibt es als Gesamtpaket. Wer schon Interesse hat, kann sich mal bei Stephanie informieren. Im Video erhaltet ihr einen Liveeindruck. Die Bilder zeigen noch mal detaillierter Closeups, die sonst nicht im Video erkennbar sind. Viel Spaß beim Gucken!

Neugeborenenwindeln im Vergleich zu mitwachsenden

Als unsere Tochter kam, haben wir ja die ersten vier Wochen abgewartet, bis sie halbwegs in die mitwachsenden GroVias reinpasste. Im Rückblick hätte ich viel lieber Neugeborenenwindeln in den ersten Wochen verwendet. Warum, das zeige ich euch im Video. Dort vergleiche ich eine TotsBots Teenyfit mit einer TotsBots Easyfit, um zu verdeutlichen, warum es Sinn macht, diese spezielle Größe für Säuglinge zu benutzen.

Totsbots Bamboozle Stretch

tb_01So, weiter geht’s mit den Totsbots… Diesmal mit einer Höschenwindel. Ich habe bislang noch nicht so viele Höschenwindeln vorgestellt, auch wenn ich sie sehr gerne insbesondere nachts verwende. Wie die hu-da ist die Totsbots eine Windel aus Bambusviskose. Dieses schöne gestreifte Modell hat mir Die-besten-Stoffwindeln.de zur Verfügung gestellt.

Die Bamboozle ist bis auf den Saugkern (aus Mikrofaser) zu 100% 80% aus Bambusviskose und 20% aus Polyester, und zwar einem ganz feinmaschigem Frottee. Der Stoff ist sehr stretchig verarbeitet, so dass sie sich dem Körper sehr schön anschmiegt. Wir haben mittlerweile so einige Wäschen durch, und der Stoff ist immer noch sehr weich – trotz Lufttrocknen.

Die Höschenwindel gibt es in zwei drei Größen. Die hier abgebildete ist die zweite Größe für Kinder von ca. 4-16 kg. Durch die vorn angebrachten Snaps ist sie also ab dem ca. 2., 3. Lebensmonat bis zum Ende der Wickelzeit mitwachsend. Es gibt sie in Unifarben, und seit neustem auch im Streifendesign. Diese Farbkombi hier finde ich absolut gelungen.

Größte Einstellung
Größte Einstellung

Die Bamboozle gibt es soweit ich weiß nur in der Klettversion. Das ist auch vollkommen okay, weil ich – wie ich schon im Easyfit-Artikel geschrieben habe – kein besonders großer Fan der Totsbots-Snaps bin. Der Klett hingegen ist super! In der oberen Abbildung kann man auch sehen, dass man ihn für besonders schmale Kinder überkletten kann.

Alle Gummibündchen sind zwischen den Stofflagen versteckt verarbeitet. Sie sitzen sanft am Körper an. Doppelte oder besonders dicht anliegende Beinbündchen sind ja bei Höschenwindeln nicht nötig, weil sowieso noch eine Überhose drüber kommt.

Beinbündchen
Beinbündchen
Beinbündchen
Beinbündchen
Rückenbund
Rückenbund

In der Windel gibt es eine abnehmbare zusätzliche Einlage, die sich farblich perfekt einpasst. Ganz praktisch hier: sie wird nur vorne angeknöpft. Das hat einmal den Vorteil, dass es hinten keine Abdrücke gibt, und zum anderen, dass man die Einlage für Nach-vorn-Piesler zur Saugverstärkung einfach einmal umklappen kann.

Innenleben
Innenleben

 

Angebrachte Einlage
Angebrachte Einlage
Einlage
Einlage

Insgesamt muss die Bamboozle einige Male eingewaschen werden, bis sie ihre vollständige Saugkraft erreicht. Hier hält sie nachts mit einer zusätzlichen Bambus- oder Hanfeinlage super durch. Sie ist auch schmal genug, dass ich alle Überhosen verwenden kann.

Zum Waschen gibt es einen Wäscheklett, der verhindert, dass sich die Windel mit anderen verheddert. Trocknen tut sie etwas langsamer, aber das ist völlig normal für Windeln dieser Art.

Und klar, aufwändiger als eine AIO ist sie natürlich. Es muss ja eine Überhose drüber. Aber das Anlegen und Abnehmen der Bamboozle an sich ist nicht von einer WWW zu unterscheiden.

Preislich gesehen rangiert sie von 16€ (Gr. 1) bis 18€ (Gr. 2 und gemustert) und ist in vielen Shops erhältlich. Sowohl bei Die-besten-Stoffwindeln.de,

die_besten_stoffwindeln

als auch bei:

Insgesamt vergebe ich hierfür folgende Punkte:

  • Design: 5/5
  • Praktikabilität: 4/5
  • Passform: 5/5
  • Saugkraft: 5/5
  • Waschen und Trocknen: 5/5, 3/5
  • Preis: 4/5
  • Gesamturteil: 4,4/5

Aktionsfotos muss ich aktuell leider bis auf weiteres einstellen. Ich bin aber gerade dabei, mir eine Alternative zu überlegen. Ihr dürft gespannt sein 😉

Totsbots Easyfit in Aktion

Ich bin euch ja noch ein paar Aktionsfotos von der Totsbots Easyfit schuldig. Es ist ja nunmal so. Angefangen habe ich die Reihe ja mal, weil es dem Kind mehr Spaß gemacht hat, als ich jemals vermutet hätte. Mittlerweile ist es bald zweieinhalb. Fotos machen ist der Hit, aber bitte nur, wenn man selbst auf den Auslöser drücken darf. Also, bitte entschuldigt, wenn ich nicht mehr so oft dazu komme. Zwingen will ich es natürlich nicht.

Totsbots Easyfit V3.0

tbe_06Lang lang ist’s her, dass ich den Ami von Blueberry (ehemals Swaddlebees) und den Briten von Totsbots vorgestellt habe. Zur Blueberry gibt es ja bereits einen Bericht. Jetzt schiebe ich endlich mal den Bericht über die Totsbots Easyfit in ihrer dritten Generation nach.

Die Totsbots ist eine sehr beliebte AIO mit Pocketfunktion. Bei uns dreht schon seit langem die Höschenwindel Flexitots ihre Runden, und seit neuestem haben wir von Die besten Stoffwindeln auch eine Bamboozle Höschenwindel im Test. Die Briten geben zu ihren Standardmodellen gern saisonale Sondereditionen raus. Das macht es natürlich für den Stoffwindelsammler besonders interessant. Ich habe im Frühjahr die Märchenedition erwischt. Meine Easyfit behandelt das Thema von „Hans und die Bohnenranke“ („Jack and the Beanstalk“).

Die Easyfit besteht voll und ganz aus Polyester-Gewebe. Ich konnte vier verschiedene Stoffarten erkennen. Außen ist der bedruckte Stoff, der innen mit PUL beschichtet ist. Innen wurde der Minkee-Saugkern mit Hilfe eines dünneren, glänzenden Stoffs eingefasst, während die Taschenöffnung wiederum aus einem weiteren dünnen Stoff ist.

Außenstoff
Außenstoff
Minkee-Saugkern
Minkee-Saugkern
dünnerer Innenstoff
dünnerer Innenstoff
Taschenöffnung
Taschenöffnung

Wie man sehen kann, ist der Minkee-Stoff sehr flauschig. Auch nach mehreren Wäschen ist er immer noch genau so. Der Saugkern ist ein längerer Lappen, den man einmal über gesamte Länge falten kann – entweder auf die Windel drauf oder in die Tasche hinein. Die Taschenöffnung ist sehr groß. Dort lassen sich sehr einfach noch weitere Einlagen hineinstopfen.

aufgeklappter Saugkern
aufgeklappter Saugkern

 

Taschenöffnung
Taschenöffnung

Die Windel hat am Rücken einen breiteren Gummibund und an den Beinen schmale.

Rückenbund
Rückenbund
Beinbündchen
Beinbündchen
Beinbündchen
Beinbündchen

Die Easyfit gibt es als Klett- und als Snapversion. Ich bevorzuge eher Snaps, weil die meiner Meinung nach langlebiger sind – sofern sie hochwertig sind und korrekt angebracht wurden. Leider habe ich bei der Easyfit eine falsche Wahl getroffen. Ich hätte es eigentlich vorher wissen müssen. Der Klett der Flexitot, die bereits über ein Jahr alt ist, ist nach wie vor prima in Schuss. Die Snaps hingegen sind zwar hochwertig, erfordern aber einen enormen Kraftaufwand, um sie zuzubekommen. Das schmälert leider meinen ansonsten guten Eindruck von der Windel. Da es sich um eine mitwachsende Windel handelt, gibt es einige Knöpfe zu drücken. Die Easyfit lässt sich an der Taille sehr weit und sehr eng einstellen. Der Beinausschnitt ist allerdings recht knapp bemessen. Bei unserer Tochter (ca. 12-13kg) ist sie dort schon auf der größten Einstellung, während sie an der Taille noch wesentlich enger gestellt werden kann. Wenn die richtigen Knöpfe gefunden sind, sitzt sie aber sehr gut. Vorhin waren wir auf dem Spielplatz, und da ist mir mal wieder aufgefallen, wie hüftig sie sitzt – eben wie eine ganz normale Unterhose – ganz im Gegenteil zu einer www.

kleinste Einstellung
kleinste Einstellung
größte Einstellung
größte Einstellung

Zum Waschen ist die Easyfit der Hit. Ist sie nicht zusätzlich gestopft, muss man vor der Wäsche im Grunde nichts tun. Der Lappen kommt von selbst heraus. Zusätzliches Saugmaterial sollte man vorher entnehmen, da es möglicherweise in der Windel zerknautschen kann und nicht herausgeschleudert wird. Ich habe gehört, dass es schwierig sein soll, die Easyfit zu waschen, weil der Minkee-Stoff schnell durch das falsche Waschen verseift und dann entsprechend schlecht saugt. Das kann ich nicht bestätigen. Ich wasche nicht mit dem empfohlenen Waschmittel und habe trotzdem kein Problem damit. Die Windel kommt quasi trocken aus der Trommel. Das ist also besonders gut für Leinentrockner.

Ich muss gestehen, ich stopfe die Easyfit immer zusätzlich, weil mir die dünne Minkee-Schicht nicht so ganz geheuer ist. Die ist wirklich sehr schmal. Mittlerweile kann ich leider nicht mehr zuverlässig sagen, wie lange sie hier hält, weil unsere Tochter doch schon sehr lange anhalten kann und dann im großen Schwall loslässt. Da ist die Windel eben 2,5 Stunden trocken und binnen Minuten plitschnass. Aber das macht die Easyfit eben auch so gut. Sie kann zusätzlich gestopft werden, und wenn sie mal besonders schmal sein soll, geht sie auch ohne Zusatz (muss dann natürlich öfter gewechselt werden).

Erhältlich ist die Easyfit ab 23 Euro bei:

Meine Punkte dafür sehen so aus:

  • Design: 4/5
  • Praktikabilität: 3/5 (mit Klett wären es 5/5)
  • Passform: 4/5
  • Saugkraft: 4/5
  • Waschen und Trocknen: 5/5, 5/5
  • Preis: 3/5
  • Gesamturteil: 3,8/5

Damit nimmt sich nicht so viel im Vergleich zur Blueberry, allerdings wäre sie mit Klett punktemäßig vorn (4,2). Ich persönlich ziehe den Baumwollstoff einer Blueberry dem Polyester der Totsbots vor. Aber je nach Prioritäten kann die Easyfit eine gute Wahl sein. Zu Aktionsfotos bin ich leider noch nicht gekommen. Die gibt’s ein ander Mal.